Wir helfen in Heltau

Unter diesem Motto ist eine nun schon langjährige Partnerschaft zwischen unserer Gemeinde und den Menschen in Heltau/Cisnadie in Rumänien entstanden. Heltau ist ein Ort mit ca. 18.000 Einwohnern und liegt nahe bei Hermannstadt/Sibiu. Seit der politischen Wende 1989/1990 engagieren wir uns in Heltau und diese Kontinuität hat sich bewährt.

Heltau

Von der Nothilfe zu Projekten:

Das war von Anfang an unsere Intention. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort haben wir als erstes "Essen auf Rädern" geplant. Seit vielen Jahren fährt der Wagen mit dem Emblem der Diakonie jede Woche dreimal das Essen aus an Kranke und Bedürftige. Es wird im Heimkindergarten, den wir finanziell unterstützen, gekocht. In diesem Heimkindergarten werden ca. 60 Kinder die Woche über betreut und sie können dort auch schlafen. Diese Kinder kommen überwiegend aus sozial schwachen Familien.

Heimkinder

Ehrenamt mit diakonischem Profil:

Der Aufbau einer Diakoniestation vor mehr als zehn Jahren war Pionierarbeit. Diakonische Arbeit ist im überwiegend orthodoxen Rumänien weitgehend unbekannt. Man half sich gegenseitig innerhalb der Familien oder als Nachbarn. Ähnlich war es bei den Siebenbürger-Sachsen, bei denen die Nachbarschaftshilfe festen Regeln unterlag. Erst nach der politischen Wende, als alte Strukturen wegbrachen, ist mit Unterstützung des Diakonischen Werkes in Stuttgart das Diakonische Werk in Rumänien ins Leben gerufen worden. Und kurze Zeit später haben wir in Heltau elf rumänische Frauen für ein diakonisches Projekt begeistern können. Unter der Leitung einer Ärztin besuchen sie kontinuierlich die Ärmsten der Armen. Bei so viel Not eine schwere Aufgabe. Es leben Menschen, deren Zahl leider noch weiter wächst, in menschenunwürdigen Behausungen. Es sind kinderreiche Familien, ohne Arbeit, alleinlebende Kinder, alte und kranke Menschen, Menschen ohne Unterstützung, weil die staatliche Hilfe völlig unzureichend ist. Sie leben weit unter dem Existenzminimum. Hier helfen wir mit Kleidung, Medikamenten, Pflegehilfen und auch finanziell. Die Mitarbeiterinnen vor Ort verteilen die Hilfsgüter. Zweimal im Jahr fahren wir mit Transportern nach Heltau und bringen das Nötige mit und begleiten bei jedem Besuch diese Frauen auf ihren Wegen. So können wir gemeinsam Notwendiges planen.

Besuchsdienst: Vor dem Haus Besuchsdienst: Im Haus

Wochenendbrot für hungernde Kinder:

Ein naheliegender Schritt. Damit die Kinder am Wochenende nicht ohne Essen bleiben, können sich ihre Familien zwei Brote und einen Topf Margarine holen. Diese Brotaktion, die wir finanzieren, ist eine hilfreiche Unterstützung bei den steigenden Preisen. Durchgeführt wird sie von den Mitarbeiterinnen der Diakoniestation. Unterstützt werden immer noch ca. 50 bis 60 bedürftige Familien. Außerdem haben wir viele Jahre lang eine Schulbrotaktion durchgeführt, die aber nun nicht mehr nötig ist, nachdem der Staat diese Aufgabe übernommen hat.

Wochenendbrot

Kinder helfen Kindern:

Unter diesem Motto haben das Lehrerkollegium und die Elternschaft der Schule am Heideweg unser Projekt in ihre Aktivitäten aufgenommen. Schülerinnen und Schüler gestalten seit vielen Jahren einen Jahreskalender und helfen mit dem Verkaufserlös bedürftigen Kindern in Heltau.

Kinder helfen Kindern

Arche Noah, Tagesheim für Schulkinder:

Bei so viel Armut sind es immer die Kinder, die besonders leiden. Hier haben wir eingegriffen, mit dem Ziel, ihnen Chancen für die Zukunft zu geben, sie körperlich und seelisch zu stärken, sie vor Jugendkriminalität und auch vor dem Straßenkinderdasein zu bewahren. Es war ein schwieriger Weg von der Planung zur Realisierung durch alle Verwaltungsinstanzen hindurch. Aber es ist gelungen auch die politische Gemeinde und (wie bei allen Projekten) die orthodoxe und die evangelische Kirche mit einzubeziehen. Mit finanzieller Unterstützung von "Hoffnung für Osteuropa" haben wir die uns von der Stadt Heltau unentgeltlich zur Verfügung gestellten Räume gründlich renoviert. Es ist eine einladende "Arche Noah" entstanden und damit eine Einrichtung, die bislang in Rumänien unbekannt war. Begonnen haben wir mit 25 Kindern, inzwischen sind es fast Vierzig. Alle diese Kinder kommen aus sehr schwierigen familiären Verhältnissen. Sie werden in der Arche Noah von einem kompetenten Mitarbeiterteam betreut. Wir haben eine befähigte Leiterin gewinnen können. Sie ist Grundschullehrerin und wird von engagierten Mitarbeiterinnen unterstützt, unter ihnen auch Lehrkräfte, die wir gemeinsam ausgewählt haben. Neben der Körperpflege erhalten die Kinder ein warmes Essen und Hilfe bei den Hausaufgaben, für ihr Selbstwertgefühl sehr wichtig. Vor allem aber erfahren sie Zuwendung und Geborgenheit, was sie hoffentlich befähigt, ihren schweren Lebensweg zu meistern.

Arche Noah mit Maria Maria Zuhause

Wie geht es weiter?

Eine wichtige Frage, weil die Kinder mit Abschluss der 8. Klasse auf weiterführende Fach-Schulen gehen müssen, auch außerhalb von Heltau. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen der Arche haben wir beschlossen, ihnen auch weiterhin Hilfe zu gewähren, mit allem, was dazugehört. Diese erst 14 - 15-jährigen Jugendlichen brauchen Zuwendung und Führung in alltäglichen Fragen. Vor allem aber brauchen sie Menschen, denen sie vertrauen können. Dieses Vertrauen konnten wir aufbauen und nach bisheriger Erfahrung können wir sagen, dass fast alle sich weiter gut entwickeln.

Wie geht es weiter

Inzwischen hat die "Arche Noah" in Heltau hohes Ansehen gewonnen.

In der Gewissheit, dass wir immer wieder Freunde finden, die unsere Arbeit fürbittend und finanziell mit tragen, was bei dem gewachsenen Umfang und den gestiegenen Kosten notwendig ist, wollen wir die Aufgaben weiterführen - um der Zukunft der Kinder willen.

Fröhliches Lachen in der Arche

Bericht von Heltau, Dezember 2006

Bericht von Heltau, August 2007

Bericht von Heltau, November 2007

Bericht von Heltau, Juli 2008

Bericht von Heltau, August 2008

Bericht von Heltau, Dezember 2008

Bericht von Heltau, September 2009

Bericht von Heltau, Januar 2010

Bericht von Heltau, Mai 2010

Heltau bei unserem Gemeindefest...Bischof Martin Hein ehrt Frau Marianne Dithmar, 19. Juni 2010

Bericht von Heltau, November 2010

Bericht des Tageszentrums Arche Noah 2010

Bericht von Heltau, Juni 2011

Bericht von Heltau, Dezember 2011

Bericht von Heltau, August 2012

Bericht von Heltau, Dezember 2012

Bericht von Heltau, August 2013

Bericht von Heltau, Juni 2014

Bericht von Heltau, Dezember 2014

Bericht von Heltau, Mai 2016

Bericht von Heltau, Mai 2017

Bericht von Heltau, Dezember 2017

Übrigens: Frau Marianne Dithmar leitet diese Arbeit seit 25 Jahren. Dafür sind wir sehr dankbar - gerade auch im Namen der Kinder und Bedürftigen.

Kontaktadresse:
Marianne Dithmar
Hugo-Preuß-Str. 36, 34131 Kassel

Spendenkonto der evang.Kirchengemeinde Kassel-Bad Wilhelmshöhe
IBAN :DE71 5205 0353 0001 0556 72 BIC :HELDADEF1KAS
Stiftungs.Kto.Schülertagesstätte - Arche-Noah
IBAN : DE21 5205 0353 0002 1115 44 BIC : HELDADEF1KAS
 
Sie können ganz allgemein unser Projekt Heltau unterstützen oder konkret eine Patenschaft übernehmen, also ein Kind unterstützen. Dafür ist ein Betrag von ca. 500 Euro pro Jahr erforderlich.