Liebe Freunde unserer Aktion Wir helfen in Heltau,

September 2009

Liebe Freunde unserer Aktion Wir helfen in Heltau,

mit diesem Brief möchte ich herzliche Grüße aus Heltau an Sie weitergeben und von unserer Fahrt im Juni berichten. Begonnen hat sie mit Problemen, der zugesagte Wagen stand in letzter Minute nicht mehr zur Verfügung, auch dieses eine spürbare Auswirkung der Finanzkrise. So begann die Suche und das Bitten von Neuem. Da ein Mietwagen zu teuer ist, sind wir auf Sponsoren angewiesen. Dankbar denke ich an viele Helfer zurück, besonders auch dieses Mal. Welche Freude über die Möglichkeit, doch noch vollgepackt losfahren zu können.

Die Tage in Heltau waren geprägt von Freude über unser Kommen, aber auch von Trauer über den unerwarteten Heimgang von Pfarrer Gaspar, Pfarrer der orthodoxen Gemeinde. Vielen aus unserer Gemeinde ist er noch in Erinnerung, als er uns in Kassel besuchte und an Gottesdienst und Gemeindefest teilnahm. In Heltau konnte ich im Gottesdienst der Gemeinde unsere Trauer und Anteilnahme aussprechen und auch danken für die herzliche Verbundenheit, die unsere Zusammenarbeit in diesen Jahren geprägt hat. Das war etwas Besonderes. Von Anfang an hat Pfarrer Gaspar unsere Arbeit unterstützt und als Seelsorger begleitet. Etliche Hausgottesdienste haben wir zusammen gefeiert, sei es in der Diakoniestation oder mit den Kindern in der Arche Noah. Das bleibt unvergessen.

Pfarrer Gaspar, Pfarrer der orthodoxen Gemeinde
Pfarrer Gaspar, Pfarrer der orthodoxen Gemeinde

Nun wird die Gemeinde einen Nachfolger wählen, weil leider auch der zur Nachfolge bestimmte Sohn dem Vater vor einem Jahr vorausgegangen ist.

Auch in der evangelischen Kirche gibt es Veränderungen. Pfarrer Dr. Cosoroaba, der 10 Jahre Pfarrer in Heltau war, hat ein Amt in der Landeskirche übernommen. Auch mit ihm haben wir gut zusammen gearbeitet. Ich bin dankbar, dass er auch weiterhin Mitglied im Beirat der Arche Noah bleibt und uns mit seinen Erfahrungen und gutem Rat unterstützt. Sein Nachfolger wurde Ende August in sein neues Amt eingeführt. Ich hoffe, mit beiden Gemeinden auch weiterhin auf ein gutes Miteinander, eine wichtige Grundlage unserer Partnerschaft.

Veränderungen gibt es auch im Team der Arche Noah. Daniela Popa, viele Jahre geliebte Lehrerin bei den Jüngeren, ist an eine Kunstschule in Hermannstadt berufen worden, für sie eine Auszeichnung, für uns ein Verlust. Mit ihrer Kreativität hat sie die Kinder begeistert und gefördert. So haben wir wieder Bewerbungsgespräche geführt und hoffen, eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Ebenso brauchen wir eine Vertretung für die Lehrerin, die die Älteren betreut. Sie erwartet im Oktober ihr erstes Kind, will aber Ende Januar ihren Dienst wieder übernehmen.

Die drei Monate Sommerferien in Rumänien gehen dem Ende entgegen. Die Hälfte der Zeit wurden Ferienspiele in der Arche angeboten, die fast alle Kinder gern angenommen haben. Das war ein vielfältiges Programm. Mitte September werden die Kinder sich nun wieder einfinden, es werden auch einige Kinder neu aufgenommen, dringende Gesuche liegen vor.

Frau Dithmar liest eine biblische Geschichte vor
Frau Dithmar liest eine biblische Geschichte vor

Sehr erfreut kann ich Ihnen berichten, dass zwei weitere Absolventen das Abitur bestanden haben. Das sind Ausnahmen, aber es zeigt, dass es eine wichtige Aufgabe ist, diesen Kindern zu helfen, sie aus ihrem Milieu zu befreien und zu fördern, um ihnen eine Lebensperspektive zu ermöglichen. Das bleibt unser Ziel, wobei jedes Kind individuelle Zuwendung braucht. Deshalb möchte ich Ihnen auch im Namen des Kirchenvorstandes herzlich dafür danken ,dass sie uns dazu die finanzielle Möglichkeit geben und auch bereit sind, das weiter zu tun,zum Wohle dieser Kinder

.

Die Arbeit der Diakoniestation hat eine Würdigung seitens des Staates erfahren. Wir haben erstmalig auch hier eine Subvention bekommen, um die wir schon öfter gebeten haben. Eine finanzielle Entlastung für uns, da Lebensmittel nun ohne unser Zutun gekauft werden können. Auch die Mitarbeiterinnen der Diakoniestation danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung.

Diakonischer Besuchsdienst
Diakonischer Besuchsdienst

Besondere Freude haben die Kinder des Kindergartens "Kleine Stromer" wieder mit Geschenken aus ihren Spielzimmern den Kindern des dortigen Kindergartens gemacht. So gab es dieses Mal nicht nur eine Geschichte, die sie immer mit Spannung erwarten, sondern auch liebevoll verpackte Dinge, die große Freude bereitet haben.

Geschenke der Kleinen Stromer
Geschenke der Kleinen Stromer

Zum Schluss möchte ich noch den Briefwechsel zwischen den Schülern der Heidewegschule und den Schülern der Heltauer Schule erwähnen. Das ist inzwischen Tradition und eine gute Brücke des sich gegenseitigen Wahrnehmens. Vier Jahre lang haben diese Schüler Briefe ausgetauscht und dieses immer mit großer Freude getan. Dieses Mal letztmalig vor Ende ihrer Grundschulzeit. Nun beginnt mit den Kindern der ersten Klasse wieder ein Neuanfang. Lebendige Partnerschaft auch über Gemeindegrenzen hinaus.

Post ist doch etwas wunderbares
Post ist doch etwas wunderbares

Im Oktober plane ich die nächste Fahrt, doch dieses Mal ohne Transport, in gegenseitiger Absprache.

Bis zu meinem nächsten Bericht grüße ich Sie herzlich

Marianne Dithmar

Kontaktadresse:
Marianne Dithmar
Hugo-Preuß-Str. 36, 34131 Kassel

Spendenkonto:
Konto Nr. 1 055 672
Kasseler Sparkasse
BLZ: 520 503 53


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