Liebe Freunde unserer Aktion Wir helfen in Heltau,

Juni 2011

Liebe Freunde unserer Aktion Wir helfen in Heltau,

Anfang April war ich wieder in Heltau bei noch unfreundlichen Temperaturen und mit dieser Stimmung wurde ich gleich zu Beginn konfrontiert: "Der rumänische Staat macht die Menschen kaputt." Mit diesen Worten von Frau Dr. Cioflec, einer sozial engagierten Frau und Leiterin der Diakoniestation, war die Hoffnungslosigkeit zu hören, zu allem fehlt das Geld, hohe Energiekosten, inflationäre Preise, gekürzte Gehälter und Renten - Schulden. Ein Stimmungsbild, aber nicht ein allgemein gültiges. Es macht deutlich, dass die Unterschiede zwischen arm und ausreichend verdienend spürbar größer werden und dort, wo wir helfend gestalten, befinden wir uns am unteren Rand der Gesellschaft, bei den Arbeitslosen, mit steigender Tendenz, den gering Verdienenden und Rentnern. Dennoch habe ich viel Positives erfahren und davon will ich Ihnen berichten, zunächst natürlich von der Arche Noah - den Kindern.

Paul und sein kleiner Bruder Zuhause

Paul und sein kleiner Bruder Zuhause

Sie haben ihre eigenen Beschwernisse, aber auch ihre eigene Fröhlichkeit. Das ist der Ausdruck ihrer Dankbarkeit für den Platz in der Arche Noah und den möchte ich auch an Sie weitergeben.

Pauls Wohnsituation

Pauls Wohnsituation

Pauls Umgebung

Pauls Umgebung

Durch die geänderten Schulanfangszeiten müssen alle 35 Kinder zeitgleich betreut werden in beengten Raumverhältnissen. Das stellt die Kinder, aber auch das Mitarbeiterteam vor neue Herausforderungen: Rücksicht, Disziplin, Konzentration auf Schulaufgaben müssen verstärkt geübt werden. Während meines Besuches wurden erste Erfolge lobend erwähnt und die Kinder in ihrem unterschiedlichen positiven Verhalten mit Diplomen ausgezeichnet. Stolz und Ansporn, es scheint eine hilfreiche Methode zu sein.

Auszeichnung mit Diplomen als pädagisches Mittel

Auszeichnung mit Diplomen als pädagisches Mittel

Auch in diesem Jahr werden alle das Klassenziel erreichen. Manche knapp, die meisten besser. Ein schöner Erfolg für die Kinder, aber auch für das Mitarbeiterteam. Es erfordert von ihnen großes Einfühlungsvermögen in jedes einzelne Kind und pädagogische Befähigung, Freude am Lernen zu wecken. Unterstützung durch die Eltern ist nicht gegeben. Ich habe etliche Besuche gemacht, das Umfeld, aus dem die Kinder kommen, ist schwer belastet. Das betrifft auch einen kleinen Jungen, Paul, jetzt in der 2. Klasse, er lebt mit seiner Mutter, seinem Bruder und seiner Großmutter zusammen mit zehn weiteren Familien in Behausungen ohne Strom, ohne Wasser, ohne Toiletten. Mitten im Ort - unvorstellbar. Gut, dass Paul in der Arche Anderes kennen lernt. Während meines Besuches habe ich zu einer Elternversammlung eingeladen und dabei viele Informationen gewonnen, aber auch Dank erfahren. Auch den möchte ich an Sie weitergeben.

Elternversammlung während meines Besuchs

Elternversammlung ...

Elternversammlung

... während meines Besuchs

Leider fehlt z.Zt. ein Psychologe für die Begleitung der Kinder. Der Präsident des DW, Mitglied unseres Beirates,hat seine Unterstützung angeboten. Er ist Arzt und Leiter des Blauen Kreuzes.

Die Absolventen gehen einen guten Weg. In diesem Jahr werden sich wieder drei Schülerinnen zum Abitur melden, aber auch die Anderen kommen voran. Inzwischen haben wir mehr als 50 Kinder und Jugendliche in unserer Betreuung. Das alles geht nur mit Hilfe Ihrer Spenden einerseits und der Subventionsförderung andererseits. In diesem Jahr haben wir die Subvention für 40 Kinder und Jugendliche erhalten, in Zahlen heißt das pro Jahr ca. 19.000,00 EUR Subvention, ca. 21.000,00 EUR Christuskirchengemeinde. Die neue Leiterin der Arche Noah gibt sich große Mühe. Sie hat einen Jahresbericht erstellt. Er zeigt deutlich, mit wie viel Engagement sie auch die Kinder für thematische Arbeit interessiert.

Die Diakoniestation wird auch in diesem Jahr wieder subventioniert, das heißt, es müssen vom Staat inhaltlich festgelegte Lebensmittelpakete an 35 Familien gepackt und zugeteilt werden. So konnten wir das Wochenendbrot einstellen, ein Projekt, das wir über zehn Jahre zum Wohl vieler Menschen haben durchführen können. Die Diakoniestation unterstützen wir weiterhin finanziell, um in Härtefällen helfen zu können. Pflegemittel und Kleidung werden von einer Firma in Westfalen unentgeltlich nach Heltau mitgenommen, eine große Erleichterung für uns. Allerdings haben wir die Mengen reduziert, was aber auch angemessen ist.

Die Kleinen Stromer geben dem Kindergarten in Heltau Spielsachen

Die Kleinen Stromer geben dem Kindergarten in Heltau Spielsachen

Mit im Gepäck waren dieses Mal wieder gut erhaltene Spielsachen, die die Kinder der Kindertagesstätte und des Hortes Kleine Stromer mitgegeben haben zur großen Freude der Kleinen im von uns unterstützten Kindergarten in Heltau. Ebenso viel Freude gab es bei den Schülern einer 2. Klasse in Heltau, über die von den Schülern der Schule am Heideweg mit Liebe verfassten Briefe, die ich wieder mitnehmen durfte. Eine wunderbare Initiative, die die Schüler gleichermaßen begeistert. So wird Kassel und Heltau, hier wie dort, zu einem lebendigen Begriff.

Briefe von Schülern der Schule am Heideweg

Briefe von Schülern der Schule am Heideweg

Es waren erfüllte Tage. Im Namen des Kirchenvorstandes danke ich Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung, auch im Namen der Menschen, denen Sie in ihrer schweren Lebenssituation helfen.

Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen

Marianne Dithmar

Kontaktadresse:
Marianne Dithmar
Hugo-Preuß-Str. 36, 34131 Kassel

Spendenkonto:
Ev.Kirchengemeinde KS-Bad Wilh .Kasseler Sparkasse BLZ 520 503 53 Kto.1 055 672 oder
Schülertagesstätte-Arche-Noah-Stiftung Kasseler Sparkasse BLZ 520 503 53 Kto.2 111 544


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