DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
HEILIGABEND

Mitten in der Nacht, als alles dunkel war,
brannte in Bethlehem, im Stall noch die Laterne.
In dem trüben Licht saß ein verliebtes Paar;
Maria und Josef, die hatten sich sehr gerne.

Mitten in der Nacht, als alle Welt schon schlief,
bekam die Frau ein Kind und freut sich an dem Wunder.
Dieser kleine Mensch, der schreit und atmet tief,
es ist ein kleiner Sohn, ein Junge, ein gesunder.

Krippe in dem Stall, der Futtertrog aus Holz,
der wurde für das Kind in dieser Nacht zur Wiege.
Sie legten dort das Kind auf Heu und Stroh. Was soll's?
Für viele ist normal, der Sack aus Stroh als Liege.

Mitten in der Nacht, als alles stille schien,
waren auf einem Feld die Schafe einer Herde.
Hirten schrecken auf durch sanfte Melodien!
Es leuchtet in der Nacht! Engel auf der Erde.

"Fürchtet euch doch nicht!" so rufen sie es laut
"Wir bringen euch das Heil und Frieden für die Erde.
Gute Nachricht heißt: Gott kommt jetzt ganz vertraut.
Sein Sohn ist heut geboren, dass er der Retter werde."

Engel singen schön. Gott ehrt ihren Gesang.
Die Hirten rennen los und suchen nach dem Stalle,
finden dort das Kind, bestaunen es sehr lang.
Sie preisen Gott mit Lob und beten zu ihm alle.

Mitten in der Nacht ein heller Stern zu sehen.
Drei Weisen fällt er auf. Sie folgen diesem Zeichen.
Ziehen hinterher, von Land zu Land sie gehen,
Drei Könige von fern Jerusalem erreichen.

Nein, hier gibt es nichts, doch ist man gern bereit,
zu forschen und zu hören, ob sie den Heiland finden.
Weiter schickt man sie nach Betlehem, nicht weit.
Dort können sie das Glück des Lebens dann empfinden.

Mitten in der Nacht, der Stern über der Stadt
blieb über dem Stall stehen, in dem sie Jesus sehen.
Suche hat Erfolg, sie finden in der Tat
das Kind, das sie erlöst, bevor sie wieder gehen.

LUKAS 2,1-20 U. MATTH.2,1-12

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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