DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
JÜNGERINNEN

Jesus ging von einem Dorf zum andern;
und er predigte von Gottes Reich.
Die Apostel durften mit ihm wandern.
Sie erlebten Wort und Tat zugleich.

Jesus Christus folgten nicht nur Männer.
Ein paar Frauen gingen immer mit.
Diese waren wahre Christus-Kenner
und behielten auch im Glauben Schritt.

Manche kennen wir sogar mit Namen.
Manche hatte er gesund gemacht.
Und wir wissen auch woher sie kamen.
Jesus hatte ihnen Heil gebracht.

So zum Beispiel wissen wir von einer,
von der trieb er sieben Geister aus.
Die Maria liebte ihn wie keiner;
und in Magdala, da stand ihr Haus.

Sie gehörte später dann zu denen,
die als erste Jesus wiedersah.
Noch am Grab - so muss man hier erwähnen -
sah sie, dass er auferstanden war.

Auch Johannna war eine der Frauen,
die ihm folgten stets von Stadt zu Stadt.
Ihr Mann, Chuza, musste ihr vertrauen,
weil er Arbeit bei dem König hat.

Bei Herodes war er ein Verwalter,
bei dem, der Johannes töten ließ,
der regierte wie im Mittelalter
und für Jesus kein Gespür bewies.

Und Susanna wollen wir erwähnen.
Nur sehr wenig ist von ihr bekannt.
Nichts von Heilung und von ihren Plänen.
Doch ihr Name wird uns auch genannt.

Viele dienten ihm mit ihren Gaben.
Viele Frauen folgten Jesus nach.
Manche wollten seine Nähe haben.
Und sie lauschten auf das, was er sprach.

Ja, sie gaben alles, was sie hatten.
Denn er hatte selbst sie so beschenkt.
Heil und Segen kann man nicht erstatten.
Dankbarkeit bleibt immer eingeschränkt.

LUKAS 8,1-3


Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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