DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
VERGLEICHSTEST

Man erzählte sich oft die Geschichten.
Was er tat, - das war in aller Munde.
Vieles konnte man von ihm berichten.
Bis zum Fürsten drang von ihm die Kunde.

Auch Herodes hörte von den Taten.
Alles über Jesus konnt' er hören.
Er ist in Verlegenheit geraten.
Was er hörte, musste ihn verstören.

Mit Johannes hat man ihn verglichen.
Er sei von den Toten auferstanden.
Da hat doch die Angst den Fürst beschlichen.
Da ging ihm die Ruhe doch abhanden.

Einige erzählten, dass sie meinen,
er sei wie Elia aufgetreten.
Nur die Seher könnten so erscheinen.
Vielleicht ist er einer der Propheten.

Bei Elia müsste man erwarten
das Gericht und Ende dieser Zeiten.
Wenn durch ihn sich alle offenbarten,
wär' es Zeit, dass sie sich neu Gott weihten.

Immer wieder sind es die Propheten,
die die Fürsten aus der Ruhe bringen.
Doch Herodes führt es nicht zum Beten.
Nur die Neugier brachte es zum Schwingen.

"Den Johannes hab ich köpfen lassen!
Wer ist dieser, dass ich von ihm höre?
Vielleicht kriege ich ihn mal zu fassen.
Ich will sehen, ob er mich betöre?!"

Gerne wollte er mal Jesus sehen.
Denn er hoffte auf ein Wunderzeichen.
Es ging nicht darum, ihn zu verstehen,
sondern nur um selber zu vergleichen.

LUKAS 9,7-9

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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