DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
ABLEHNUNG

Jesus war vielleicht erst dreißig Jahre.
Höchstens drei der Jahre wirkte er.
Seine Reden und das Wunderbare
hatte große Folgen hinterher.

Jesus wusste, er muss wieder gehen,
in Jerusalem kommt seine Zeit,
um zu sterben und um aufzustehen,
und er ist dazu vor Gott bereit.

Deshalb machte er sich auf nach Süden.
Galiläa ließ er nun zurück.
Er ging schnurstracks ohne zu ermüden.
Viele folgten ihm auch dieses Stück.

Sein Gesicht war deutlich ausgerichtet,
fest entschlossen zeigte sich sein Blick.
Er fühlt Gott und Menschen sich verpflichtet.
Heil und Unheil war jetzt sein Geschick.

Durch Samaria mussten sie queren.
Doch wo blieben sie die nächste Nacht?
Dieses wollte Jesus vorher klären.
Mit den Freunden hat er nachgedacht.

Einige sind deshalb losgezogen,
fragten Samariter nach Quartier.
Doch die waren gar nicht dem gewogen:
“Nein! Ihr könnt bei uns nicht schlafen hier!“

Als sie diese Antwort Jesus melden,
sprach Johannes und Jakobus streng:
"Sollen wir das denen gleich vergelten?
Oder siehst du dieses nicht so eng?

Wenn du willst soll Feuer auf sie fallen.
Wer uns nicht aufnimmt, der sei verflucht.
Sagtest du das nicht mal zu uns allen?
Heil entgeht schon, wer nicht wird besucht."

Jesus wandt' sich um, um zu ermahnen.
Er wies seine Jünger schwer zurecht.
"Ich will doch das Heil den Menschen bahnen,
und vernichten will ich kein Geschlecht."

Sie sind in ein andres Dorf gezogen.
Ob es wohl noch galiläisch war?
Jesus hat das Heil der Welt bewogen,
auch wenn man ihn ablehnt offenbar.

LUKAS 9,51-56

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Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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