DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
WEHERUF

"Wehe dir, du Stadt Betsaida!
Wehe dir, du Chorazin!
Diese Städte sahen Taten,
Gottes Kraft dort stark erschien.

Wenn in Tyros oder Sidon
so etwas geschehen wär',
säßen sie in Sack und Asche;
sind sie sonst auch ordinär.

Wie viel Wunder sind geschehen.
Dort sah man schon Gottes Plan.
Doch in Sidon oder Tyrus
hätte Buße man getan.

Denen wird es besser gehen,
noch erträglich im Gericht,
als euch dort in Galiläa.
Dabei war das Heil so dicht.

In Kapernaum ich wirkte,
ja, ich wohnte sogar dort.
Kommst du deshalb in den Himmel?
Nein! Verstoßen wird der Ort."

Jesus redet nicht nur einzeln
jeden Mensch persönlich an,
sondern spricht zu ganzen Städten
damals im Land Kanaan.

Schließlich geht es ihm ums Ganze,
um die Menschheit, um die Welt.
Keiner lebt für sich alleine.
Jeder seinen Platz erhält.

"Wer euch hört, der wird mich hören!"
sagte Jesus noch danach.
"Und wer euch sogar verachtet,
der bringt mir entgegen Schmach.

Und wer mich nicht richtig achtet,
der verachtet letztlich den,
der mich auf die Erde sandte;
später werdet ihr ihn sehn."

LUKAS 10,13-16

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Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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