DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
ÜBER DIE DÄMONEN

Über Geister und Dämonen muss man sprechen.
Durch die bösen werden Menschen lahmgelegt.
Viele Leute an dem Teuflischen zerbrechen,
weil in ihnen sich Satanisches erregt.

In der Psyche gibt es abgrundtiefe Tiefen,
durch den Zeitgeist und durch Vorfahren geprägt.
Menschen werden Geister nicht los, die sie riefen.
Vorher hat man die Gefahr nicht abgewägt.

Immer wieder schludert man in Teufelskreise,
manchmal unbewusst und nicht durch eigne Schuld,
manchmal absichtlich und manchmal dummerweise,
auch durch Freunde und durch manchen schlechten Kult.

An den Folgen leiden sehr, sehr viele Leute.
Das Gewissen ist belastet, ihm geht's schlecht.
Weil das krankmacht, trifft man sie bei Ärzten heute,
denn sie kommen nicht allein damit zurecht.

Wenn die Seele leidet, folgen Körperschmerzen.
Wo man Gott verlässt und sich von ihm getrennt,
spürt man dieses in der Tiefe seines Herzen'.
Doch Gott will dann heilen durch sein Sakrament.

Wenn die Menschen sich dem Christus anvertrauen,
wenn sie lösen sich von aller Teufelei
und mit Hilfe andrer geistlich sich erbauen,
dann erlöst sie Gott aus ihrer Sklaverei.

So geschah es damals schon zu Jesu Zeiten.
Er trieb einen bösen Geist aus; der war stumm.
Keiner, der es mit bekam, konnt' das bestreiten,
denn der vormals Stumme sprach davon ringsum.

Doch weil sie sich dieses nicht erklären konnten,
meinten sie, er stünd' mit Teufeln in dem Bund.
Dies war jenseits von gewohnten Horizonten.
"Da kann nur der Satan sein im Hintergrund."

Andere verlangten von ihm noch mehr Zeichen.
Das war himmlisch, meinten sie, so soll es sein.
Jesus aber ließ sich nicht dazu erweichen.
Er ging nur mit klaren Worten auf sie ein:

"Sollte sich der Teufel selber hier vertreiben?
Wäre er dann mit sich selber nicht ganz eins?
Auch ein Staat, der uneins ist, wird sich zerreiben.
Wenn das Teufelsreich so wär, dann gäb's bald keins.

Wenn Dämonen ich durch Gottes Hand vertreibe,
dann ist Gottes Reich hier mitten unter euch!
Bösen Geistern rückt der Herr der Welt zu Leibe.
Er will haben, dass den Satan ich verscheuch.

Wenn sich auch der Teufel wie ein Starker zeigte,
Gott nimmt ihm das ab, worauf er sich verließ.
Wenn sich auch das Satansreich schon weit verzweigte,
Gott ist stärker, was er eben hier bewies.

Wer nicht mit mir ist, der arbeitet dagegen.
Wer nicht mit mir sammelt, schadet und zerstreut.
Viele Menschen sind Dämonen unterlegen,
weil der Satan nur den Stärkeren noch scheut.

Manchmal kommen böse Geister immer wieder.
Wenn ein unreiner Geist ausgefahren ist,
so durchstreift er dürre Stätten, auf und nieder,
ruhelos schwebt er und findet alles trist.

Dann meint er: Ich will in mein Haus wieder kehren.
Wenn er kommt, so ist es aufgeräumt, geschmückt.
Sieben Geister bringt er mit, die davon zehren.
Und der Mensch wird dadurch schlimmer noch verrückt."

Soweit ging die Rede Jesu zu Dämonen.
Doch da bleiben Fragen allemal.
Was kann uns vor bösen Geistern hier verschonen?
Hat der Mensch, den es betrifft, denn eine Wahl?

Pfarrer, Ärzte und auch viele Therapeuten
helfen Menschen, die so schwer belastet sind.
Für sie ist es schwer, die Ursachen zu deuten.
Wer zeigt hier den Weg aus diesem Labyrinth?

Wie kann man sich selber vor Dämonen schützen?
Wer treibt böse Geister gottesmächtig 'raus?
Ganz bestimmt wird uns das Gottvertrauen nützen.
Vor Gebet und Glaube reißt der Satan aus.

LUKAS 11,14-26

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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