DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
HIMMELSLICHT

Um die Welt zu versteh'n, braucht es Licht.
Denn in Dunkelheit siehst du sie nicht.
Ohne Licht wär sie finster und leer.
Ohne Licht gäb es kein Leben mehr.

Ganz im Anfang schuf Gott erst das Licht. -
So erzählt es der Schöpfungsbericht.
Jesus selbst nennt sich Licht dieser Welt.
Jeder Christ sie als Lichtpunkt erhellt.

Jesus sagt deshalb: Nehmt euer Licht
und verbreitet damit gute Sicht.
Stellt es nicht auf den Platz an den Rand,
denn sonst wird durch das Licht nichts erkannt.

Klar und gut siehst du nur durch das Licht.
Unterm Eimer, da nützt es dir nicht.
In der Ecke, im Winkel auch kaum,
denn von dort strahlt es nicht in den Raum.

Wodurch dringt in dich selbst Gottes Licht? -
Durch die Augen das Licht in dich bricht.
Deine Sicht brauchst du frei jederzeit.
Du gewinnst Überblick, siehst du weit.

Ist dein Auge trüb, siehst du kein Licht.
Du nimmst wahr nur, was nahe und dicht.
Du tappst unsicher tastend umher,
und die klare Erkenntnis fällt schwer.

Deshalb öffne die Augen dem Licht.
Du gewinnst durch das Licht Zuversicht.
Wer die Augen verschließt und nicht schaut,
sieht Gott nicht, weil er ihm nicht vertraut.

Deshalb öffne dich selber! Sei licht!
Durch Sein Licht siehst du in Sein Gesicht.
Die Erleuchtung trifft dich wie ein Blitz
Himmelslicht ergreift von dir Besitz.

LUKAS 11,33-36

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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