DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
DER FEIGENBAUM

Feigen schmecken süß und kernig,
frisch vom Baum sind sie Genuss,
munden herrlich auch getrocknet,
isst man ohne Überdruss.

Auch als grüne Marmelade
und mit Nüssen schmecken sie.
Selbst als Schnaps fein zubereitet
wecken sie viel Sympathie.

Jesus sagt dazu ein Gleichnis.
Er erzählt von einem Mann,
der in seinem Weinberg einen
Feigenbaum auch pflanzte an.

Doch nachdem er gut gewachsen,
bringt er dennoch keine Frucht.
Schon drei Jahre der Besitzer
ganz umsonst nach Feigen sucht.

Er geht hin zu einem Gärtner
und befiehlt ihm: "Hau ihn um!
Was raubt er dem Boden Kräfte.
Mach kein groß Brimborium."

Doch der Gärtner wagt zu sagen:
"Warte, Herr, noch dieses Jahr.
Ich grab' um ihn, will ihn düngen.
Vielleicht ist er doch fruchtbar.

Vielleicht bringt er doch noch Früchte.
Geben wir ihm diese Zeit.
Ist es nicht so, hau ich ihn ab;
dann ist er Vergangenheit."

Gott will Früchte an den Bäumen.
Manchmal braucht er viel Geduld.
Frucht des Geistes ist die Liebe.
Ohne Früchte bleibt es Schuld.

LUKAS 13,6-9

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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