DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
ACH, JERUSALEM

Einige der Pharisäer kamen,
und sie sprachen: "Mach dich auf!
Von Herodes' Seite wir vernahmen,
er würd' dich gern töten. Also lauf!

Geh von hier weg! Es geht um dein Leben!"
Jesus sagte ihnen: "Dieser Fuchs!
Ihr könnt ihm als Antwort von mir geben,
dass ich mich nicht fürchte, trotz des Drucks!

Ich werd' Menschen heilen, heut und Morgen,
und Dämonen treib' ich weiter aus,
öffentlich geschieht's und nicht verborgen,
und am dritten Tag bin ich zu Haus.

Heut und Morgen werd' ich weiter wandern
und am dritten Tage ebenso.
Denn Propheten sterben nicht an andern
Orten als Jerusalem! Sagt wo?

Ach, Jerusalem! Ich will dir sagen:
Du erschlägst die zu dir sind gesandt.
Du kannst die Propheten nicht ertragen.
Alle sterben sie durch deine Hand.

Wie oft hab ich euch schon sammeln wollen,
so wie eine Henne Küken nimmt,
die sich unter ihre Flügel trollen.
Doch ihr lehnt mich ab, dreist und bestimmt.

‚Euer Haus wird euch zur Wüste werden!'
- das hat schon mal ein Prophet gesagt.
Wird der Tempel gleichgemacht der Erden,
spürt ihr dann, dass ihr vor Gott versagt?

Euch sag ich, Ihr werdet mich nicht sehen,
bis zu der Zeit bleibe ich euch fern,
bis ihr kommt und alle zu Gott flehen:
‚Lob sei dem, der kommt von Gott, dem Herrn.'"

LUKAS 13,31-35

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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