DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
DER ÄLTERE

Er wurde immer großzügig behandelt,
bekam vom Vater Geld, - sogar sehr viel
und als sein Lebensstil sich danach wandelte,
lebte er in den Tag ganz ohne Ziel.

Ich war der Ältere wohl von uns beiden
und hab geschuftet, bis es nicht mehr ging.
Mein Vater hat mich ungerecht behandelt,
besonders dann, wenn es mit ihm zusammenhing.

Ihm ließ mein Vater immer seine Freiheit
auch wenn es gegen Vaters Willen ging.
Er gab ihm Geld genug es zu verprassen
und schenkte ihm sogar noch einen Ring.

Für mich hat Vater nie ein Fest bereitet.
So hielt ich meine Freunde niemals feil.
Ihm gab mein Vater seinen Teil der Erbschaft
und macht ein Fest für ihn von meinem Teil.

Der Schluss bleibt offen, wie ich mich entscheide.
Ich sage ihnen erst mal keinen Ton.
Ich will nicht sagen, ob ich beide liebe.
Ich bin der Bruder vom verlor'nen Sohn.

LUKAS 15,22-32

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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