DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
TREUE IM KLEINEN

Alles, was du hast, das ist dir nur geliehen:
deine Gaben, deine Zeit, dein Gut und Geld.
In Gedanken solltest du das einbeziehen,
denn das prägt dein ganzes Handeln in der Welt.

Wer im Kleinsten treu ist, ist es auch im Großen.
Denn die Treue hängt nicht von der Gnade ab.
Ist das Unrecht im Geringsten aufgestoßen,
steckt es auch im Großen nicht zu knapp.

Wer kann denn mit Geld Gerechtigkeit hier schaffen?
Wer dem Mammon dient, wird niemals Gott gerecht.
Trotzdem darf beim Geld die Treue nicht erschlaffen.
Trauen kann man dem, der glaubhaft ist und echt.

Wenn ihr hier nicht ehrlich seid mit fremden Sachen,
wenn ihr falsch verwaltet, was euch nicht gehört,
werdet ihr es ebenso mit Eignem machen.
Ist dann nicht Vertrauen auch zu Gott gestört?

Wer nicht treu und ehrlich ist in seinem Leben,
wer mit fremden Gütern falsch und treulos spielt,
dem kann keiner Unvergängliches hier geben;
das ist einer, der sich dadurch selbst bestiehlt.

Ihr müsst euch entscheiden: Wem wollt ihr hier dienen?
Wer beherrscht euch hier im Leben? Ist es Gott?
Oder Mammon? - Ihr müsst wählen zwischen ihnen!
Lieber wertvoll sein für Gott und hier bankrott.

Auch die Arbeiter und Sklaven werden wissen:
Niemand kann zwei Herren dienen. Das geht schief.
Zwischen beiden ist er hin und her gerissen.
Zwischen Gott und Geld, da ist der Graben tief.

Woran hängt denn euer Herz, wem gebt ihr Ehre?
Wie ihr arbeitet, hängt von Motiven ab.
Sucht die heimlichen Bestimmer, prüft die Lehre.
Wer bestimmt euch innerlich? Wer hält auf Trab?

LUKAS 16,10-13

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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