DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
EVANGELIUM UND GESETZ

Ach, die Pharisäer machten sich zu Spöttern,
denn sie lästerten als Jesus vom Geld sprach,
weil sie ihre Selbstgerechtigkeit vergöttern.
Jesus sagte ihnen Geld- und Habsucht nach.

Sie sind außen rein und innen schwarz wie Sünde.
Streng nach außen halten sie sich ans Gesetz.
Doch Gott schaut ins Herz und sieht auch ihre Gründe.
Sie verfangen sich in ihrem eignen Netz.

Wer sich selbst rechtfertigt, kann da nicht bestehen.
Gott verabscheut solchen Hochmut allemal.
Weil sie nur den Anspruch, nicht den Zuspruch sehen,
missverstehen sie den Bund mit Gott fatal.

Das Gesetz und die Propheten sind's gewesen,
bis Johannes, bis zum Täufer reicht es hin,
was sie leider nicht mit ihrem Herzen lesen.
Doch ab jetzt steckt Evangelium darin.

Evangelium, das sind die guten Worte.
Evangelium befreit den Mensch für Gott.
Das Reich Gottes ist von einer andern Sorte
als Gesetzlichkeit. Denn die führt schnell zum Spott.

Die Gesetze können leicht dazu verführen,
überheblich und nur selbstgerecht zu sein,
ohne Gottes gute Nachricht noch zu spüren.
Nur die Gnade kann euch innerlich befrein.

Gottes Sicht und Gnade wird ab jetzt gepredigt,
deshalb drängt es jeden in das Gottesreich.
Doch wer selber sich gerecht spricht, ist erledigt;
Der verkennt sich selbst und Gottes Macht zugleich.

Trotzdem bleiben die Gebote hier bestehen,
und die Worte der Propheten bleiben wahr.
Eher werden Erd' und Himmel hier vergehen,
als dass ein Punkt vom Gesetz wegfällt! - Ganz klar!

Auch die Menschen müssen sterben und vergehen.
Gottes Worte bleiben gültig allezeit.
Die das Evangelium nicht übersehen,
die vertrauen sich Gott an in Ewigkeit.

Es ist Gnade Gottes, eine Frau zu haben.
Gottes Segen liegt auf jedem Ehebund.
Doch die Menschen untergraben Gnadengaben.
Sie zerstören sich oft selbst den Untergrund.

Wo die Ehe bricht, da leiden viele Leute.
Mann und Frau und Kinder und noch viele mehr.
Das Gebot war jeher gültig, so auch heute.
"Brich die Ehe nicht!" bleibt gültig, wie bisher.

Gott will Menschen vor dem Leiden gern beschützen.
Gottes Wille bleibt erkenntlich, gut und wahr.
Und erst recht will er die Schwächsten unterstützen,
die beim Bruch kein Stimmrecht haben offenbar.

Keiner ist gerecht vor Gott aus sich alleine.
Mit Vergebung können wir durchs Leben gehn.
Nur aus Gnade kommen wir mit Gott ins Reine, -
in der Ehe und wenn wir alleine stehn.

Evangelium ist durch den Herrn gekommen.
Nur durch Jesus geht die Gnade vor dem Recht.
Wer an ihn glaubt ist bei Gott schon angenommen.
Wer hier Buße tut, der ist vor Gott nicht schlecht.

LUKAS 16,14-18

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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