DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
MACHTWORTE

Immer wieder wird es die Versuchung geben.
Es gibt Menschen, die euch ablenken von Gott.
Wehe dem, der irreführt, die mit Gott leben.
Wehe dem, dem es gelingt durch seinen Spott.

Es wär' besser, wenn man einen Mühlstein nähme,
um den Hals gehängt ihn würfe in das Meer,
als dass er mit seinem Spott und seiner Häme
ein Kind abbringt von dem Glauben - mehr und mehr.

Passt gut auf und hütet euch vor solchen Leuten!
Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht!
Geht er in sich, wenn ihn seine Sünden reuten,
dann vergib ihm! Auch dein Neuanfang sei echt.

Wenn er siebenmal am Tag zu dir hinkäme,
weil er siebenmal an dir gesündigt hat,
wenn er sagt: "Mich reut es so, dass ich mich schäme!",
dann vergib ihm immer wieder, werd nicht matt.

Die Apostel hatten eine große Bitte:
"Stärke uns den Glauben! Herr, mach ihn ganz fest!"
Jesus sagte daraufhin in ihrer Mitte:
"Ich will euch was sagen, was ihr nie vergesst:

Auch der kleine Glaube kann schon Großes wirken!
Ist der Glaube auch nur wie ein Senfkorn groß,
könntet ihr dem Maulbeerbaum oder den Birken
schon befehlen: ‚Reiß dich aus der Erde los!'

Wenn ihr weiter sagtet: ‚Er soll sich verpflanzen.
Er soll sogar weiterwachsen in dem Meer!',
dann geschieht es durch den Glauben so im Ganzen.
Doch schon so etwas zu glauben fällt euch schwer.

Wie verhält sich denn ein Knecht hier immer wieder,
wenn er heimkommt von der Herde und vom Feld?
Bittet ihr ihn dann: ‚Komm, setz dich zu mir nieder!' ?
Wird er nicht mit neuem Auftrag angestellt?

‚Zieh die Schürze um und mach mir was zu essen!
Deck den Tisch! Und du isst, wenn ich fertig bin!'
Seine Pflicht wird euer Diener nicht vergessen.
Und es steckt auch kein besond'rer Dank darin.

Diese Arbeit, die gehört zu seinen Pflichten.
Das gilt auch für euch, wenn ihr für Gott was tut.
Ihr könnt sagen: ‚Das, was wir für dich verrichten
sind wir schuldig! Wir sind wertlos! Gott ist gut!'

LUKAS 17,1-10

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

zurück