DAS LUKASEVANGELIUM IN (KREUZ-)REIMEN

 "Verdichtet" von Pfarrer Martin Becker
 
SIE BEGRIFFEN NICHTS

Jesus nahm die Zwölf einmal beiseite.
Manches sprach er nur im engsten Kreis.
Und zum drittenmal er prophezeite,
dass er schon von seinem Leiden weiß:

"Nach Jerusalem lasst uns jetzt gehen.
Dort erfüllt sich alles, wie ihr wisst!
Dort wird alles das geschehen,
was in Schriftrollen geschrieben ist.

Es berichteten schon die Propheten,
und sie sagten von dem Menschensohn,
dass man ihn dort lästern wird und treten,
die Misshandlung wird zur Sensation.

Schließlich überlässt man ihn den Heiden,
an die Römer liefern sie ihn aus.
Spott und Spucke, - er wird furchtbar leiden, -
Tod und Sterben sahen sie voraus.

Nach drei Tagen wird er auferstehen!"
- sagte Jesus seinen Jüngern auch.
Fragend haben die ihn angesehen.
Sie verstanden nichts, nicht einen Hauch.

Denn der Sinn der Worte war verborgen.
Sie begriffen nichts! Sie waren blind.
Langsam machten sie sich um ihn Sorgen,
weil die Sätze ungewöhnlich sind.

Vor dem Leiden schlossen sie die Augen.
Und so stellten sie sich nicht d'rauf ein.
Wozu ihnen diese Worte taugen?
Später sahen sie: Es musste sein!

LUKAS 18,31-34

Alle Rechte vorbehalten
Copyright 2002 beim Autor Martin Becker, Kassel

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