Advent, Weihnachten ..?

Advents- und Weihnachtszeit? Die beginnt irgendwie doch schon kurz nach den Sommerferien, wenn wir Lebkuchen und andere Weihnachtsleckereien in den Geschäften kaufen können und wir beginnen über unsere Weihnachtseinkäufe nachzudenken, oder spätestens wenn die Geschäfte und Einkaufsstraßen festlich geschmückt sind. Und spätestens nach dem 2. Weihnachtstag ist es wieder vorbei. Der ganze Streß und so. Unsere Welt ist gerade so geworden, wie Heinrich Böll es in seiner Kurzgeschichte Nicht nur zur Weihnachtszeit humorvoll beschreibt, in der eine Familie Weihnachten so schön findet, daß sie dieses Fest das ganze Jahr feiert.

Advent

Wann ist die eigentliche Advents- und Weihnachtszeit?
Die Adventszeit beginnt mit dem 1. Advent, dem Start des neuen Kirchenjahres. Die beiden Wochen zuvor feiern wir den Volkstrauertag, Buß- und Bettag und den Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt. Je nachdem im Kalenderjahr die Sonntage fallen, ist die Adventszeit genau 4 Wochen lang und der 4. Advent ist gleichzeitig Heilig Abend oder bis zu 4 Wochen und 6 Tage lang. Die Adventszeit geht in die Weihnachtsfeiertage und die Weihnachtszeit über. Am 6. Januar feiern wir den Heiligen-Drei-Könige-Tag, auch Epiphanias (Erscheinung, Ankunft) genannt. Diese Epiphaniaszeit geht bis zum letzten Sonntag nach Epiphanias, also 4. Sonntag nach dem 6. Januar. Die Weihnachtszeit endet 40 Tage nach Christi Geburt. Dieses Ende wird als (Maria) Lichtmess am 2. Februar gefeiert. Dieser Tag ist auch etwas besonderes, weil nun der Tag schon 1 Stunde und 24 Minuten länger ist als in der Phase zu Weihnachten mit der kürzesten Tageslänge (7 Stunden, 52 Minuten).

Geschenk

Was feiern wir mit Advent und Weihnachten?
Sind wir uns dessen noch so richtig bewußt in dieser informationsüberfluteten Zeit?
Im Advent, lateinisch für Ankunft, erwarten wir die Ankunft Jesu. Eigentlich gilt diese Zeit als Fastenzeit. Dies spiegelt sich auch heute noch in der liturgischen Farbe lila für Altar, Kanzel und Taufbecken wieder.
Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu. Wir gedenken daran, daß Gott seinen Sohn in unsere Welt schickte. Gott hat uns damit beschenkt. Einfach so, unverdient. An dieses Geschenk Gottes erinnern wir uns jedes Jahr zu Weihnachten. Darum ist es auch Brauch geworden, daß wir uns etwas zu Weihnachten schenken. Warum wird Gott ein Kind?
Eine ganz andere Sicht von Weihnachten, die von 2 Engeln, trug Eva-Maria Admiral am Sonntag, den 11. Dezember 2006 im Gemeindehaus der ev. Freikirche in der Mönchebergstr. 10 vor. Mit dem Spezialauftrag vom Chef von Norbert Schnabel brachte sie uns Weihnachten hautnah, so auch der Titel ihrer Veranstaltung. Der offene Kanal zeigte sie mehrmals.
Die liturgische Farbe von Weihnachten ist weiß. Sie steht für die Farbe des Lichts, als Festfarbe. Auf unserem Altar liegt in dieser Zeit ein weißer Stoff, wunderschön verziert mit einer Krippe. Die Epiphaniaszeit hat die liturgische Farbe grün.

Krippe

Tips
Viele klagen in der Advents- und Weihnachtszeit über Streß. Geschenke müssen gekauft werden, das Heim geschmückt werden, Festtagsessen müssen hergezaubert werden und Gäste bewirtet werden. Ist wirklich alles das nötig? Am Ende haben wir ein Geschenk gekauft, über das sich Onkel Johann nicht freut, Kerstin mag keine Erbsen und das Zusammenhocken der Verwandtschaft zu Weihnachten führt zu Zank und Streit. Eigentlich geht es doch um den Geburtstag von Jesus, Gottes Sohn, den wir feiern wollen. Braucht es da so viel Rummel? Jesus ist in einer Krippe, der Wohnung von Haustieren, in unsere Welt gekommen. Unsere ganzen Weihnachtsbräuche, so wie wir sie heute kennen, sind Stück für Stück erst mit den Jahrhunderten entstanden. In dem Buch Simplify your life - Die Weihnachtsfreude wiederfinden von Marion und Werner Tiki Küstenmacher finden Sie wertvolle Tips rund um das Weihnachtsfest, Möglichkeiten zur Besinnung auf den Kern der Weihnachtsbotschaft.

Lothar F. Wiehler


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