Predigtreihe zum Vater unser

Sonntag, 13.1.2007, heute ist Auftakt der Predigtreihe zum Vater unser. Heute startet Pfarrerin Thies-Lomb ihre Predigt mit den ersten zwei Sätzen des berühmtesten Gebets der Welt.

Vater unser im Himmel! Geheiligt werde dein Name!

Jahresspruch 2005

Bei dieser Einleitung denkt Pfarrerin Thies-Lomb an das berühmte Gleichnis vom verlorenen Sohn. Als er in der Fremde das Geld des Vaters verpraßt hat, geht er in sich.

Albert Schweizer empfiehlt drei Minuten innezuhalten, das wäre besser für unsere Welt.

Und Martin Luther meinte zum Vater unser, daß wir es nicht dahinplappern sollten. Dieses Gebet soll uns trösten und fröhlich machen.

Vaterunser

Sonntag, 20.1.2007, Teil 2 unserer Predigtreihe: Dein Reich komme!

Gewalt macht rat- und sprachlos, leitet Pfarrer Gebauer seine Predigt ein. Wir haben keine heile Welt. Manche Menschen sind einfach böse, siehe schon vor hundert Jahren die zwei Jugendlichen Max und Moritz bei Busch. Krankzeiten, Werksschließung Nokia und die großen Katastrophen.

Wie die Welt ist, wissen wir, und wie die Welt sein sollte, ebenfalls. Wie die Welt sein sollte, das ist Gottes Reich. Zu Weihnachten kam Jesus zu uns Menschen. Er hat den Tod überwunden. Seitdem spürte man, wenn man sich auf ihn einließ, daß nichts mehr ist wie zuvor. Durch die Taufe werden wir an ihn gebunden, das schafft Verbindungen (zu anderen Menschen und zu Gott) und gibt einen Ausblick.

Vaterunser

Sonntag, 27.1.2007, Teil 3 unserer Predigtreihe: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden!

Was will Gott? fragt Pfarrer Becker in seiner Predigt. Gott will, daß wir den Willen Gottes tun. Gottes Willen finden wir in der Bibel, in den 10 Geboten und den Reden Jesu.

Gott hat uns zu seinem Gegenüber geschaffen mit eigenem Willen. Wenn wir uns von Gott lossagen, nennt man das Sünde.

In Getsemani stellt Jesus seinen Willen unter Gottes Willen. Das ist sein freier Wille.

Einen eigenen Willen zu haben, bedeutet das frei zu sein?

Wenn wir im Vater unser beten "Dein Wille geschehe", dann verpflichten wir uns dazu.

In dem Gottesdienst wurde das Vater unser gesungen mit den Liedern Bist zu uns wie ein Vater und Lied Nr. 188 in unserem Gesangbuch.

Vaterunser

Sonntag, 3.2.2007, Teil 4 unserer Predigtreihe: Unser tägliches Brot gib uns heute!

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein! sagte Pfarrerin Thies-Lomb in ihrer Predigt. Aber das tägliche Brot ist das wichtigste.

In dem Märchen der Brüder Grimm Frauensand wird von einer reichen Frau erzählt, die von einem ihrer Kapitäne das edelste Gut der Welt gebracht bekommen möchte. Nach langem Nachdenken bringt er ihr herrlichen Weizen mit, aber sie wußte es nicht zu schätzen.

Tägliches Brot ist das kostbarste Gut. Wir bekommen es von Gott. Im Abendmahl nennt Jesus seinen Leib Brot.

Wir sollten in der Familie wenigstens einmal am Tag gemeinsam am Tisch essen und dabei ein Tischgebet halten.

In dem Gottesdienst wurde wieder das Vater unser gesungen mit Lied Nr. 188 in unserem Gesangbuch.

Vaterunser

Sonntag, 10.2.2007, Teil 5 unserer Predigtreihe: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern!

Reinhard Mey singt in einem Lied von grauem Haar, sagte Pfarrer Gebauer in seiner Predigt. Schuld kann zu grauem Haar führen.

Ist Schuld gleich Sünde? Im Vater unser in Matthäus 6, 12 heißt es: Und vergib uns unsere Schuld. Im Vater unser in Lukas 11, 4 dagegen steht: und vergib uns unsere Sünden. Sünde ist der tiefe Graben zwischen Gott und uns. Und was sind Schuld(en)?

Schuld? Bei einem Unfall stellt sich die Frage: Wer ist Schuld? Aber wer ist bei einem langjährigen Nachbarschaftsstreit ursprünglich schuld? Schulden können wir bei der Bank haben. Der griechische Originaltext des Vater unser in Matthäus lautet: Erlasse uns unsere Schulden.

Schulden erlassen zu bekommen, das ist eine Entlastung für ein neues Leben. Welche Schulden haben wir gegenüber Gott? Gott hat uns seine Vorstellungen von uns immer und immer wieder gesagt. Aber wir sind gerne störisch, haben unseren eigenen Kopf, haben Schulden gegenüber Gott angehäuft.

Vaterunser

Sonntag, 17.2.2007, Teil 6 unserer Predigtreihe: Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen!

Das Leben ist ein Kampf, sagte Pfarrer Becker in seiner Predigt. Es gibt so viele Anreize, etwas Unrechtes zu tun. Das versteht der Duden unter Versuchung. Wir fahren schneller, als es erlaubt ist... Das Böse ist faszinierend und spannend, in Zeitung und Film.

Diese Bitte beginnt mit einem UND, knüpft also an die vorherige Bitte an. Wenn mir vergeben wurde, soll ich die Vergebung ernst nehmen und keine neuen Fehler machen. Wir sollen aus unseren Fehlern lernen.

Es gibt 3 Feinde für die Versuchung:

  • den Feind in mir: meine Abgründe, Laster, Sünden
  • die Verlockungen und Ansprüche in meiner Umgebung
  • den Feind von unten: Diabolos: der Versucher wie bei Jesus in der Wüste

Adam und Eva können sich bei ihrer Versuchung nicht rausreden. Der Teufel ist nur der Versucher. Aber der Mensch ist der Verführte.

Führt Gott in Versuchung? Nein, siehe im Katechismus. Er erforscht unser Herz und prüft uns.

Aus der Versuchungsgeschichte Jesu können wir Lehren ziehen:

  • Gott ist immer da
  • mit Gott im Gespräch bleiben (die Hand des Starken nicht loslassen)
  • mit Gottes Wort der Versuchung antworten (Gottes Worte auswendig lernen, Gewissensbildung)
  • einen Coach (geistlichen Berater) an der Seite haben (Petrus hatte Jesus als Coach). Wir können andere von ihren Sünden lossprechen, das sagt uns Jesus ganz deutlich in der Bergpredigt.

Erlöse uns von dem Bösen. Das auszusprechen ist wie auf einen Alarmknopf (mit der Aufschrift Das Böse erdrückt mich! Alarm!) zu drücken. Diese Bitte bedeutet aber auch, sich selbst einzusetzen für Freiheit usw.

Vaterunser

Sonntag, 24.2.2007, Teil 7 unserer Predigtreihe: Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

In diesem Gottesdienst wurden von allen drei Pfarrern die neuen 67 Konfirmanden eingeführt. Aus ihrer gemeinsamen Konfirmandenfreizeit in dieser Woche brachten sie uns ein Ständchen: Ins Wasser fällt ein Stein... (Lied Nr. 621 in unserem Gesangbuch).

Dieser Vers des Vater unsers ist ein Lob von uns Menschen, sagte Pfarrerin Thies-Lomb in ihrer Predigt. Wir richten dabei unsere Augen auf Gott. Ein Lob ist etwas sehr kostbares. Jeder Tag, an dem wir nicht wenigstens einmal gelacht haben, ist ein verlorener Tag; ähnlich ist es mit einem Tag, an dem wir nicht jemanden gelobt haben.

Mit Reich ist Gottes Herrschaft Herrschaft gemeint, seine vollkommene Liebe im Gegensatz zu Mord und Todschlag, wie sie hier auf Erden unter uns Menschen zu finden sind. Bei Kraft denken wir an Brot, Bewegung und frische Luft zum Atmen, die wir zum Leben brauchen. Aber auch der Glaube, die Liebe macht stark. Gegen die Herrlichkeit Gottes ist unsere Sonne nur ein Abglanz.

Amen heißt: ja, gewiß, oder: ja, so soll es geschehen.

Dazu und zum Abschluß dieser Predigtreihe haben wir den großen Lobpreis unseres Gesangbuchs (Lied Nr. 317) gesungen: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren...

Vaterunser

Welches Thema wohl in der Predigtreihe im nächsten Jahr ausgewählt werden wird? Sind Sie auch schon neugierig?

Lothar F. Wiehler


zurück zu den Predigten
zurück zur Fragenseite